REQUIEM – Tagerl des Zorns

URAUFFÜHRUNG Dezember 2026 //
Theater am Werk im Kabelwerk

Inhalt // Team // weitere Infos //

“REQUIEM: Tagerl des Zorns” bringt die IMPACT DAYS 2026 ins Theater am Werk: Eine spirituelle Schulungsveranstaltung wird zum skurrilen Resonanzraum einer Gegenwart, in der sich Untergang und Erlösung, Heilsversprechen und Drohung, Komik und Gewalt unablässig ineinander verschieben. Das Sakrale trifft auf das Banale, das Erhabene auf den Wiener Schmäh und Slapstick. 

Die Keynote-Redner, deren Maskulinum nicht generisch ist, halten eine groteske Messe über das Bedürfnis nach Gewissheit auf der Bühne, in einer Welt, die zunehmend unübersichtlich wird. Jakob Lorber empfängt Botschaften aus höheren Sphären, Karl Ritter von Leitner moderiert sich durch die Katastrophe, Johann Kravogel liefert die passenden wissenschaftlichen Erklärungen. Dazwischen: ein griechischer Chor, haufenweise gelbe Autos, eine Frau mit Fragen und ein Chef, der keine Fragen mag.

Max Höfler verdichtet die katholische Totenmesse zu einer anarchischen Farce über Autorität, Angst und die Ökonomie des Glaubens. Aufgebaut als Liturgie treibt spitzwegerich Max Höflers Wortwitz auf die Spitze und trägt nebst Förderstrukturen, Hierarchien und ganzen Stadtteilen Wiens auch die Trilogie des Fluiden “Rotz, Blut und Wasser” zu Grabe. Ein Requiem für eine Welt, die vielleicht gar nicht gerettet werden will.

Idee, Konzept: spitzwegerich
Text: Max Höfler

von:
Flora Besenbäck, Melina Cerha-Marcher, Simon Dietersdorfer, Manfred Engelmayr, Lisa Furtner, Tülin Hagemann, Katharina Halus, Martin Hemmer, Max Höfler, Felix Huber, Birgit Kellner, Christian Schlechter, Rebekah Wild


mit:
Lisa Furtner, Katharina Halus, Manfred Engelmayr, Tülin Hagemann, Martin Hemmer, Rebekah Wild

photocredits:  
Vorabfotos: Flora Besenbäck

Termine
Premiere:
Donnerstag, 03. Dezember, 19:30 Uhr

Weitere Termine:
04. Dezember, 19:30
05. Dezember 19:30
06. Dezember, 19:30
10. Dezember 19:30
11. Dezember 19:30
12. Dezember, 19:30
13. Dezember 19:30

Tickets hier


Ort
Theater am Werk im Kabelwerk // Oswaldgasse 35A, 1120 Wien

Das Kollektiv spitzwegerich startete im April 25 eine dreiteilige Objekttheater-Serie über die großen Klassiker unter den Körperflüssigkeiten: Blut, Rotz und Wasser.

Bis Ende 2026 zieht die Fluide-Reihe quer durch die Stadt, machten Halt an wechselnden Schauplätzen und nimmt die drei Säfte mit skurrilem Blick, feinem Gespür und einer ordentlichen Portion Theaterwahnsinn unter die Lupe – immer auf der Suche nach dem emotionalen Ausnahmezustand Wiens.

Den Abschluss bildet der vierte Abend: Hier wird mit Blut, Rotz und Wasser getrauert, gelacht und gespielt – als Hommage an das „requiem viennense“ der Wiener Gruppe und an Wien selbst.